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Eine seltsame Beobachtung In ihrem Reisetagebuch erwähnt die südfranzösische, wohl nicht unbegüterte Pilgerin Egeria gegen Ende des 4. Jahrhunderts (!), dass sie am Nachmittag des Pfingsttages in Jerusalem an der Gedächtnisfeier der Himmelfahrt Christi teilgenommen habe. Diese Notiz macht darauf aufmerksam, dass man damals zumin-dest "Himmelfahrt Christi" und "Pfingsten" als eine Einheit betrachtet hat. Gleichzeitig haben die frühen Christen die fünfzig Tage nach Ostern wie einen einzigen Tag, als ausgefalteten Ostertag, verstanden. Also sind auch Ostern und Pfingsten als eine Einheit gesehen worden, ohne die erzählten Erscheinungen Jesu oder das Pfingstgeschehen in Abrede zu stellen. Das ist für den gläubigen Menschen sehr erhellend: Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten bilden eine Einheit jenseits unseres zeitlichen Denkens - in Gott: Der aus dem Tod erweckte Jesus ist bei Gott und zugleich in seinem Geist unter uns gegenwärtig - für den Glaubenden damals wie heute auf je eigene Weise erfahrbar und sein Leben animierend. Heinz Geist
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